Hintergrund

Hintergrund

Mittwoch, 6. Juli 2016

Oft verehrte Göttinnen und Götter

Krishna
Lakshmi
Parvati mit Ganesha
Shiva in Meditation


Kali
Ganesha
Vishnu mit seinen Inkarnationen









Verehrung von Gottheiten in hinduistischen Traditionen

Die Verehrung von Gottheiten in Form einer
Puja gehört für viele Hindus zu den täglichen
Ritualen.
Die Götterwelt im Hinduismus ist höchst vielfältig. Dennoch wäre es voreilig, von einer polytheistischen Religion zu sprechen, weil auch Formen des Monotheismus verbreitet sind. Informieren Sie sich im Beitrag Göttliche Vielfalt von Werner Trutwin.

Die Puja wird von religiösen Hindus nicht nur am eigenen Hausaltar Shiva Puja oder in einem Tempel oder auf der Strasse Ganesha Puja auf der Strasse vollzogen, sondern zunehmend auch im Internet Online Puja. Hier lassen sich die für die Zeremonie benötigten Gegenstände entsprechend bedienen. In der Dokumentation über den Meenakshi-Tempel in Madurai erfahren Sie mehr über den Glaubensalltag von ShivaitInnen.

Eine Form der religiösen Verehrung sind auch die Mudras, Handzeichen die verschiedene alltägliche und spirituelle Haltungen darstellen. Mudras prägen auch traditionelle und moderne Formen des Tanzes Tanz mit Mudras.


Auch das Singen (chanten) von Mantras wird in vielfältiger Form praktiziert. Das wohl bekannteste Beispiel ist das Gayatri-MantraHier finden Sie es in Sanskrit mit einer Übersetzung.

Sehen Sie sich auch die Dokumentation Das Mysterium des Shiva über heilige Männer in Indien an. In diesem Beitrag können Sie alte, für uns nur schwer nachvollziehbare Rituale Rituale sehen. Der Film schlägt eine Brücke zwischen den Abbildungen magischer Rituale in jahrhundertealten Hindu- oder Buddha-Tempeln und den noch heute in abgelegenen Winkeln Indiens praktizierten Übungen heiliger Männer. Die Sadhus (Büßer) und Yogis genießen bis heute beim indischen Volk große Achtung und abergläubische Verehrung.



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Mandala - Körper und Seele im Gleichgewicht

Mandalas sind in allen Kulturen zu finden.
Om-Mandala aus Indien.
In verschiedenen hinduistisch geprägten Kulturen finden sich Mandalas. Die Symbolik eines Mandalas soll direkt auf das Unbewusste zielen, so dass durch bestimmte Farben und Formen gewisse Bereiche der Psyche angesprochen und stimuliert werden sollen. Ein Mandala kann sowohl abstrakte Formen und Ornamente als auch Darstellungen von Tieren und anderem enthalten, ebenso wie alle möglichen Symbole aus Religion, Esoterik oder Psychologie. Auch natürliche Motive können als Mandala dienen. Durch Streuen mit Sand oder Malen mit Farbe werden Körper und Seele in ein Gleichgewicht gebracht.

Hier finden Sie einige Bilder von Mandalas sowie Vorlagen zum Ausmalen. Um konzentriert ausmalen zu können, finden Sie auch meditative Musik aus Indien. Sie können auch eine bewegte Mandala-Meditation machen.




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Upanishaden - Philosophie und Religionskritik

Ein Schüler sitzt zu Füssen des Meisters
Etwa ab dem 7. Jahrhundert v.Z. entwickelt sich in Indien eine Bewegung, welche die Opferhymnen an die Götter, Gesänge, Opfersprüche und heilige Handlungen, welche im Zentrum der vedischen Religion standen, zu hinterfragen. Vermehrt suchten Menschen einen existentiellen, philosophischen Zugang, um das Leben und die Welt zu deuten. Viele Suchende zogen sich zurück, um zu meditieren und nachzudenken. Um diese Meister herum entwickelten sich kleine 'Schulen'. Mit der Zeit entwickelte sich aus den vielen Gedanken die Lehre von Atman und Brahman. Einen Überblick bietet Ihnen Werner Trutwin im Kapitel Heilige Schriften. Details erfahren Sie im Aufsatz Zur Gleichsetzung von Atman und Brahman.

Mehr zu den heiligen Schriften Indiens erfahren Sie in der Dokumentation Spurensuche Hinduismus.


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Mahabharata - Ein Epos in 100'000 Doppelversen

 
Szenen aus dem Mahabharata werden in auf-
wändigen Kostümen gespielt
Das Mahabharata ist das bekannteste indische Epos. Mit seinen 100'000 Doppelversen gehört ist es wahrscheinlich das längste Epos der Welt. Niedergeschrieben wurde es wahrscheinlich zwischen 400 v.Z. und 400 n.Z. Die Inhalte können aber durchaus auch viel älter sein.
Die Themen sind vielfältig. In einer Haupt- und unzähligen Neben-schichten werden alle wichtigen Bereiche des hinduisitschen Lebens angesprochen: Das Leben der Geschöpfe, Tod und Wiedergeburt, Karma und Dharma, Glück und Leid, die Ergebnisse der guten und der schlechten Taten, das Opfer, sowie die verschiedenen Zeitalter. Die Erzählung beschäftigt sich mit den Göttern und überliefert uralte Hymnen. Der beliebteste Teil ist die Baghavadgita (Gesang Gottes), auch Gita genannt. Krishna offenbart sich bei einer Schlacht zwischen zwei verfeindeten Stämmen als grosser Lehrer.



Das Mahabharata wird in vielen Varianten gespielt, gemalt, getanzt und verfilmt. Eine aufwändige Filmversion besteht beispielsweise aus mehr als 100 Folgen à etwa 45 Minuten. Sehen Sie daraus einen Ausschnitt.

Grundlegende Informationen über die Heiligen Texte im Hinduismus finden Sie im Beitrag Heilige Schriften von Werner Trutwin.



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Hinduismus - Vielfalt der Lehrmeinungen

Unterschiedliche hinduistische Lehren prägen
den Alltag in Indien
Im Hinduismus finden sich ganz verschiedene Vorstellungen vom Menschen, der Welt und dem 'Göttlichen'. Lesen Sie dazu das Kapitel Denker, Mystiker, Reformer von Werner Trutwin. Schliessen Sie sich dabei in 5er Gruppen zusammen und bearbeiten Sie jeweils eine Seite. Markieren Sie die Wichtigsten Sichworte und informieren Sie nachher die anderen Gruppenmittglieder über Ihre Erkenntnisse.


Zur Zeit erleben 'Weisheiten aus Indien' einen grossen Boom. Lernen Sie gezielt, solche 'Weisheiten' in die hinduistischen Lehrtraditionen einzuordnen, indem Sie das Musterbeispiel bearbeiten und danach selbst ausgewählte Weisheiten analysieren. Nutzen Sie dafür die Arbeitshilfe.


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Hinduismus - Moralische Ordnung des Lebens

Trotz Verbot werden in Indien viele Mädchen 
und Knaben weit unter dem 18. Lebensjahr 
verheiratet


Welche Werte und Normen sind in der indischen Gesellschaft wichtig? Welchen Stellenwert haben Beziehungen und die Familie? Welche Aufgaben übernehmen Frauen? Lesen Sie dazu das Kapitel Die moralische Ordnung des Lebens von Werner Trutwin.

Die Verheiratung Minderjähriger ist in Indien seit 1929 gesetzlich verboten. Dennoch wird fast die Hälfte der Frauen noch immer verheiratet, bevor diese das 18. Lebensjahr erreicht haben. Der Hauptgrund dafür ist Armut.

Lesen Sie dazu den Bericht Geraubte Kindheit von UNICEF Schweiz oder sehen Sie sich den SRF-Beitrag Kinderehe in Indien. Nicht selten kommt es in Ehen zu häuslicher Gewalt. Diskutieren Sie dazu die Schweizerische Gesetzgebung.

Informieren Sie sich auch über die verbreitete Ungleichstellung von Mädchen in Indien im ZDF-Filmbeitrag Indiens ungewollte Töchter aus dem Jahr 2012.

Sehen Sie auch die Dokumentation Über die Liebe - Geschichten aus Indien. Sie gibt intime Einblicke über die Vorstellungen von Beziehung und Liebe in Indien.
Über die moralische Ordnung rund um den Umgang mit Sexualität erfahren Sie mehr in der mehrteiligen Dokumentation Glaube, Liebe, Lust - Verbotene Liebe und Glaube, Liebe, Lust - Erste Liebe.


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Kastensystem - Religiöse Strukturen im säkularen Staat

Darstellung der Hauptkasten. Klicken, um 
das Bild zu vergrössern




Kaste (portugiesisch/spanisch casta „Rasse“, von lateinisch castus „rein“) bezeichnet in der Völkerkunde und Soziologie in erster Linie ein aus Indien bekanntes und religiös abgestütztes soziales Phänomen der Abgrenzung und hierarchischen Anordnung von gesellschaftlichen Gruppen.



Lesen Sie den Überblick über das Kastenwesen von Werner Trutwin und sehen Sie sich zur Veranschaulichung den SRF-Beitrag Liebe deine Kaste über ein Hochzeit in Indien sowie die kurze ARD-Dokumentation Wer berührt die Unberüherbaren über das Leben von Dalits (auch Parias oder Harijan genannt) an. Beide Dokumentationen beleuchten das Leben in der eher konservativ geprägten Stadt Madurai.
Einen interessanten Einblick in die kontroversen Lebenswelten Indiens bietet die ZDF-Dokumentationsreihe Indien zwischen Gestern und Morgen und die Folge Indien, Land zwischen Armut und Aufbruch (2015) aus der Reihe Planet Wissen.



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Hinduismus - kulturelle und religiöse Vielfalt


Ganesha, der elefantenköpfige Gott, wird von
vielen Hindus verehrt. Er verbindet verschie-
dene Traditionen. Kurzinfos zum Hindusismus.




In Indien begegnen wir einer Vielfalt religiöser Vorstellungen, Praktiken und Traditionen. Die Vielfalt kennt fast keine Grenzen. Sich dem, was wir als 'Hinduismus' bezeichnen anzunähern, ist keine einfache Aufgabe. Wir werden versuchen, einige Einblicke in die Welt von Gottheiten und theologischen Modellen zu bekommen.

Grundlagenwissen erlangen Sie über die Website wikipedia. Als Annäherung dient auch das erste Kapitel aus dem Buch Hinduismus von Werner Trutwin. Die wichtigsten Begriffe zum Nachschlagen finden Sie im Glossar.

Ein Frageblatt sowie die Unterlagen zur Werkstattarbeit ist ebenfalls online verfügbar.  Zu den Tempeln von Khajuraho finden Sie ebenfalls einen kurzen Beitrag.

Einen Überblick finden Sie auch in der Spurensuche Hinduismus von Prof. Hans Küng und eine Auswahl an Beiträgen über den Hinduismus bietet die Plattform des WDR.

Hören Sie hier tratidionelle Sitar-Musik. Für eine Meditation eignet sich das Bild der aufgehenden Sonne.



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Hinduismus - Religion im Alltag

Der Verehrung von Gottheiten gebührt viel
Aufmerksamkeit, hier an einem Fest zu Ehren
Ganeshas.





Das Leben der meisten Hindus ist stark von religiösem Handeln geprägt. Lesen Sie dazu den Beitrag Allgegenwart von Religion von Werner Trutwin.

Erfahren Sie mehr über den Alltag von Hindus in der Schweiz im ersten Teil der Sendung Mein Gott, dein Gott, kein Gott.

Zur Hindugemeinde im Berner Haus der Religionen gibt es Informationen aus der SRF-Radiosendung Berner Hindus öffnen sich (2015, ab 16:20).





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Mohandas Karamchand Gandhi

 
Gandhi gilt weltweit als Symbol für einen 
gewaltfreien Friedensweg.
Mohandas Karamchand Gandhi, genannt Mahatma Gandhi „große Seele Gandhi“ (* 2. Oktober 1869 in Porbandar, Gujarat; † 30. Januar 1948 in Neu-Delhi, Delhi), war ein indischer Rechtsanwalt und politischer sowie geistiger Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung, die 1947 mit dem von ihm entwickelten Konzept des gewaltfreien Widerstandes das Ende der britischen Kolonialherrschaft über Indien herbeiführte. Mehr zum Leben Gandhis finden Sie in einer kurzen Biografie und ein paar ausgewählten Bildern



Sein Konzept des Satyagraha, das beharrliche Festhalten an der Wahrheit, beinhaltet neben Ahimsa, der Gewaltlosigkeit, noch weitere ethische Forderungen wie etwa Swaraj, was sowohl individuelle als auch politische Selbstkontrolle und Selbstbestimmung bedeutet.



Die Dokumentation Die grosse Seele Indiens - Mahatma Gandhi (2010) gibt Einblick in die Biografie und Lebenshaltung Gandhis. Für Notizen finden Sie hier ein Arbeitsblatt. Lesen Sie auch die Textauszüge, die Gandhis Kraft des Widerstandes verdeutlichen. 

Einen kurzen Überblick zu Gandhis Leben finden Sie als ZDF-Portrait




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Lernziele Prüfung Hochkulturen und Hinduismus


  • Stufenmodell von Bellah: Stufen 1-3
  • Sie wissen, was eine Hochkultur auszeichnet und können anhand von Beispielen (Ägypten, Zweistromland, Indien) Parallelen und Unterschiede in Hochkulturen aufzeigen. 
  • Sie kennen die Anfänge des Hinduismus (Indus-Kultur)
  • Sie können Elemente aus den 3 Stufen von Bellah mit dem Hinduismus in Verbindung bringen. 
  • Sie wissen, welche Schriften für die Hindus heilig sind.
  • Sie kennen Begriffe wie Dharma und Sanatana Dharma, Varna (Kaste), Karma, Punarajati sowie Samsara und können diese erklären.
  • Sie können etwas zu den Gottheiten Shiva, Vishnu, Ganesha schreiben und wissen, was Shaktismus ist. 
  • Sie kennen die Geschichte von Shanti Devi und von Chase Bowman und können diese kritisch kommentieren.


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Sangha - Die buddhistische Gemeinde



Buddhisten: R. Gere und der Dalai Lama




Bekannt sind uns die Bhikkhus, die in orangefarbene gehüllten Ordensleute des Buddhismus. Gibt es im Buddhismus auch Ordensfrauen? Was zeichnet die buddhistische Gemeinschaft aus? Welche Formen der Mitgliedschaft gibt es überhaupt? Infos dazu auf der Präsentation Gemeinde. Hören Sie zur Einführung auch Buddhas Lehrrede zu den Bedingungen für das Gedeihen der Gemeinde.



Lesen Sie dazu auch die Kapitel  Die Gemeinde und Symbole - Bilder - Tempel von Werner Trutwin und informieren Sie sich mithilfe der Sequenz aus der Dokumentation Spurensuche - Buddhismus von Hans Küng.

Lesen Sie auch die kurze Geschichte aus dem Zen-Buddhismus zum Umgang von Bhikkhus mit Frauen.

Antworten auf die gestellten Fragen zum Sangha finden Sie hier.


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Ayya Khema - Vom jüdischen Mädchen zur buddhistschen Bhikkhuni

Ayya Khema (2. v. r.) bei der Meditation
Ilse Kussel wurde 1923 in Berlin geboren. Der Nationalsozialismus vertrieb die Familie nach Shanghai. Sie heiratete und emigrierte 1949 nach Kalifornien von wo aus die Familie zahlreiche Reisen unternahm. 1967 übersiedelte die Familie nach Queensland in Australien. Dort begegnete Ilse zum ersten Mal der Lehre Buddhas. Es war der Beginn eines einzigartigen spirituellen Weges.


In einem Lehrvortrag in Berlin hat Bhikkhuni Ayya Khema über verschiedene Aspekte der buddhistischen Lehre gesprochen. Sie erfahren mehr über die Lehre der 'vier edlen Wahrheiten' und die Qualität von Dukkha als Lehrmeisterin.



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Buddhas Lehre


Matthieu Ricard (l,) im Gespräch

Die buddhistische Lehre wurde über die ersten Jahrhunderte hinweg wahrscheinlich stark erweitert und systematisiert. Die ursprüngliche Lehre Buddhas lässt sich wohl kaum mehr gültig herleiten.
Einen Überblick über die Lehrinhalte finden Sie auch im Text des Religionswissenschaftlers Werner Trutwin. Zur Unterstützung finden Sie ein Glossar und schematische Darstellungen zur Lehre (Dharma).

Hören Sie zur Einführung die Lehrworte Buddhas über die Vier edlen Wahrheiten, den Achtfachen Weg und die Bedingtheit allen Entstehens.

Sehen Sie sich zur Vertiefung das Interview mit dem buddhistischen Mönch und Wissenschaftler Matthieu Ricard zum Thema: Das Glück als Lebenskunst an. Die Aufgabenstellung zum Beitrag finden sie hier. Matthieu Ricard stellt sich neben anderen MeditationsmeisterInnen für neurologische Forschungen zur Verfügung. Sehen Sie dazu auch den Beitrag Mönche im Labor. Mit den Tests versuchen WissenschaftlerInnen herauszufinden, inwiefern sich die Wahrnehmung durch Versenkung und Mediaton verändert.

Was es bedeutet, sein Leben in Achtsamkeit zu verbringen, lernen Sie im Vortrag von Thich Nhat Hanh. Erfahren Sie, wie Sie nach buddhistischer Lehre Ihr Leben mit konkreten Übungen verbessern können.
Notieren Sie die Gedanken und Übungen von Thich Nhat Hanh in die folgende Tabelle. Fertigen Sie im Anschluss farbige Zettelchen an, auf welchen Sie kurze Übungen für den Alltag notieren.

Im Gespräch mit dem Dalai Lama erfahren Sie, was Menschen noch heute von der Lehre Buddhas lernen können.

Ein Sternstunden-Gespräch mit dem Religionswissenschaftler und Buddhismuskenner Michael von Brück über Buddhistische Philosophie finden hier online.

Auch Rapper Absztrakkt befasst sich in seiner Musik mit der Lehre Buddhas. So beispielsweise im Rap Der Edle 8fache Part.




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